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Museumswohnung WBS 70

WBS 70 - Plattenbau Museumswohnung

Die Platte des Grabenviertels in Hellersdorf wurde saniert. Eine Wohnung richtete man jedoch als Museum im Original DDR ‘look’ ein. Teilweise bietet sie auch Gucklöcher auf die Infrastruktur – Fertigbauteile und Spanplatten. Als Tip hat sie es bis in japanische Reiseführer geschafft. Ein Einblick dazu gibt es in der Fotogalerie WBS 70. Zum Vergleich sei die Musterwohnung nebenan empfohlen.
Informationen zur Museumswohnung ‘Die letzte Platte von Hellersdorf‘ gibt es auf der Seite der Wohnbaugesellschaft ‘Stadt und Land’, die das Museum unterhält.

03. Oktober – Tag der Symbole

Der Staatsfeiertag des wiedervereinigten Deutschland könnte in der Haupstadt Berlin nicht besser dargestellt werden als durch zwei architektonische Unikate die lange als Symbole der jeweiligen Stadthälften standen und gleichzeitig heute ihren Jahrestag feiern. Am 03. Oktober 1956 fand die Grundsteinlegung für die Kongresshalle (heute Haus der Kulturen der Welt) im Berliner Tiergarten feierlich statt. Architekt: Hugh Asher Stubbins (* 1. November 1912 † 5. Juli 2006) Am 03. Oktober 1969 wurde im Osten der Stadt der Fernsehturm am Alexanderplatz eröffnet. Architekten: Fritz Dieter, Günter Franke und Werner Ahrend (Statik)

Fernsehturm am Alexanderplatz und Palast der Republik

Kurios – Der Wiederaufbau ist das Original. Der markante Bau der Kongresshalle erlangte u.a. leider auch Berühmtheit durch den Einsturz des Südbalkens im Jahre 1980. In der Analyse der Ursache, weiss man heute das die Abänderung des ursprünglich von Hugh A. Stubbins entworfenen, frei schwebenden Daches, der wichtigste Grund hierfür ist. Die deutschen Baubehörden hielten die Konstruktion des Daches, das nur von seinen zwei Widerlagern an den Seiten getragen wurde für instabil. Daher setze man das Dach auf die Fassade des Auditoriums (Hauptgebäude) auf. So ist erst seit der Wiedereröffnung 1987 tatsächlich ‘das Original’ des Architekten zu sehen. Oft vergessen wird das die ehem. Kongresshalle auch zweimal zum Sitz des deutschen Bundestages wurde. Das Parlament kam jeweils für einen Tag aus Bonn um eine Sitzung symbolisch hier in West-Berlin abzuhalten. Ein Zeichen, um den Anspruch immer wieder zu erheben, das West-Berlin ein Teil der BRD ist und das irgendwann einmal Berlin wieder ständiger Sitz der Regierung und des Parlamentes wird. Schon kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes wurde die Kongresshalle Ort der Eröffnung der dritten Legislaturperiode am 15. Oktober 1957. Bei der zweiten Sitzung am 07. April 1965, kam es zu einem Eklat. Die Sowjetunion sah in diesen Sitzungen eine Verletzung des Alliiertenstatus von Berlin. Gemeinsam flogen die Armeen der Sowjetunion und der DDR ein Luftmanöver explizit über dem Gebäude in West-Berlin. Dabei kamen u.a. MIG-21 zum Einsatz, die im Tiefflug die Schallgrenze durchbrachen, so das die Plenarsitzung, laut Zeitzeugen, im Lärm der Kampfflugzeuge unterging. Fünf Piloten der NVA erhielten nach diesem Einsatz eine Auszeichnung. Die Westmächte beschliessen nur fünf Tage später das es keine weiteren Sitzungen des Bundestages mehr in Berlin geben wird. Dies musste Willy Brandt, in seinem Amt als Bundeskanzler, fünf Jahre später sogar in den deutsch-deutschen Verträgen unterschreiben.

Haus der Kuturen der Welt, eham. Kongresshalle

Neugründung: FREUNDE DER STADT

Freunde der Stadt – Die Agentur für zeitgenössische Stadtforschung.

Ahornblatt Berlin

Der Berliner Stadtraum als Schnittstelle für Projekte und Dienstleistungen. Zum einen konzipiert Freunde der Stadt eigene Projekte und Interventionen im Berliner Stadtraum. Zugleich bietet die Agentur ein Reihe von Dienstleistungen an. Hierzu gehört ein Angebot an Führungen sowie der Stadtraum Scout Service, ein Suchagent für Orte und Objekte.
Weiter Informationen unter: www.freunde-der-stadt.de