Gurlitt öffnet den Blick nach Berlin-Kreuzberg

Mit dem Kunstfund in München und der damit verbundenen Abwicklung der aussortierten Entarteten Kunst im 3. Reich kommt auch der der Berliner Stadtraum wieder in den Fokus. Neben den Fotos der eigentlichen Werke wird immer wieder das Foto gezeigt wie Adolf Hitler in Berlin die Werke begutachtet.

„…Besuchs des Zentrallagers für “entartete Kunst” im Viktoria-Speicher der Berliner Hafen- und Lagerhaus A.G. in der Köpenicker Straße 24a in Kreuzberg…“ (siehe Zeit-Online)

Ein Ort der in den letzten Jahren unter dem Marketing Konzept ‚Mediaspree’ zu neuem Glanz vermarktet werden sollte. Ein Ort der aber auch der für den alten Grenzverlauf mitten in Berlin steht und für die temporäre Lagerung von ca. 17000 Kunstwerken, von denen ein Großteil kurze Zeit später vernichtet wurde.

Mit dem Projekt BARLACHS SCHWEBENDER GOTTVATER habe ich im Jahr 2009 für sechs Monate vor Ort auf die Geschehnisse im ehem. Viktoria-Speicher in Berlin-Kreuzberg aufmerksam gemacht. Sichtbar am Ufer, präsent für den Tourismus, Investoren und von der Strandbar gegenüber. Nun ist der Ort wieder in seinen Dornröschenschlaf versunken – schade. Eine Dokumentation ist hier online einsehbar.

Street Art Brazil im Stadtraum von Frankfurt

Ein dutzend Künstler aus Brasilien verwandelte auf Einladung der Schirn Kunsthalle Frankfurt die Stadt zu einem öffentlichem Museum. Dabei fällt auf das die brasilianische Street Art eine ganz eigene Sprache und Vielfalt entwickelt hat.

Street Art Brazil by NUNCA

Der Künstler ALEXANDER ORION hat seine Wandfarbe aus dem Ruß der Abgase in Tunneln gewonnen. Dort hat er vor Ort durch das wegwischen des Rußes Bilder gemalt und gleichzeitig seinen Rohstoff für neue Werke gewonnen.

Ich habe die Arbeiten in Frankfurt dokumentiert und habe 43 Fotos in eine Galerie gepackt.

Mitwirkende Künstler:
HERBERT BAGLIONE, GAIS, RIMON GUIMARÃES, JANA JOANA & VITCHÉ, NUNCA, ONESTO, ALEXANDRE ORION, SPETO, FEFE TALAVERA, TINHO, ZEZÃO